Zwei kleine Jungs suchen ein Zuhause


wir sind Max und Moritz.
Am 27. April haben wir in einem Bücherregal, das sich unsere Streuenr Mama, in einem Haus als Nest ausgesucht hat, das Licht der Welt erblickt und seitdem entdecken wir diese mit ganz viel Neugier, Energie und Lebensfreude.

Ich, Max, bin der Ältere von uns beiden. Deshalb darf ich hier auch ein wenig das Wort führen.
Mein Bruder Moritz ist zwar etwas mehr als eine Stunde jünger, aber dafür ist er jetzt immer vorneweg und ein kleines Stück neugieriger und quirliger als ich, ein kleiner Entdecker sozusagen. Du erkennst ihn an seinem etwas runderem Gesicht und daran, dass sein Fell ein wenig heller als meines und seine Nase zwischen den Augen ganz weiß ist, während ich dort mit einem wunderschönen dezenten Braun aufwarten kann und eher eine kleine Spitznase habe.
Unser Mensch meint, je mehr wir wachsen, desto mehr sieht Moritz wie Findus und ich wie ein Füchslein aus. Was soll ich sagen… Frauen!
Ich selbst tobe zwar auch gern mit Moritz herum, aber ich mag es doch ein klein wenig gemütlicher, bin ja immerhin etwas älter. Ich hänge auch ein kleines bisschen mehr an meinem Menschen als Moritz und hol ihn schon mal ab, wenn das morgens vor dem Frühstück im Bad zu lange dauert.

Rate mal, warum wir so heißen, wie wir heißen!
Ja, bei uns ist immer etwas los, wir platzen vor Neugier auf die Welt und finden immer etwas Neues zum Ausprobieren, schleichen uns gern gemeinsam an die großen Katzen heran, fangen am liebsten deren Schwänze, jagen uns gegenseitig so laut und schnell es geht, springen so gern in raschelndes Papier, düsen die Treppe rauf und runter, werfen gern die Kissen von der Couch, sind die weltbesten Fliegenfänger, müssen immer aufpassen, dass unser Mensch alles richtig macht, lieben es, uns in Körbe, Kisten und sonstige Höhlen zu verkriechen und und und…
Und wenn Du nicht so hektisch bist, dann kuscheln wir uns nicht nur dicht aneinander, sondern auch schon mal an Dich und lassen uns vorsichtig streicheln. Im Moment entdecken wir, dass man auch auf Menschenbeinen ganz wunderbar schlafen kann. Und schnurren könne wir beide schon wie die Erwachsenen.

Mitte August sind wir schon so groß, dass es Zeit wird, langsam unsere eigenen Wege zu gehen, und dafür suchen wir ein eigenes Zuhause.
Eines für uns beide gemeinsam, da wir nicht getrennt werden möchten.

Da wir immer wieder auch sehr neugierig sind, wie es wohl hinter den großen Fensterscheiben riecht oder was sich hinter der Tür verbirgt, hinter der unsere Mama regelmäßig verschwindet, und besonders ich so gern ganz schnell hinter ihr her nach draußen düsen würde, wäre so etwas wie ein Garten ohne gefährliche Straßen in der Nähe schon sehr schön. Da wir aber bisher nur unsere Welt hier drinnen kennen, würden wir uns eventuell auch mit einer Wohnung mit gesichertem Balkon anfreunden. Darüber müsstest Du dann mit unserem jetzigen Menschen sprechen.
Das Wichtigste aber wäre ein Mensch, der uns liebhat, umsorgt und beschützt. Eher einer ohne Hunde und Kinder, zumindest sollten es nicht zu kleine Kinder sein. Andere Katzen dagegen kennen wir gut. Diese wiederum sollten noch so jung sein, dass sie uns Wirbelwind auch aushalten können.

Bist Du vielleicht dieser Mensch, den wir suchen?
Wir würden ganz viel Gegenliebe, Lebensfreude und spannende Zeiten mitbringen.

Und wenn wir bei Dir einziehen würden, wären wir gegen Parasiten behandelt, geimpft und gechippt. Stubenrein sind wir sowieso, versteht sich ja, oder?