Ab April beginnt schon die Saison der Katzenkinder. Es ist durchaus möglich, dass ihr es jetzt im Garten, Vorgarten oder im Park unter einem Busch oder einem anderen Versteck leise fiepen hört.

Wenn ihr dann nachschaut und ein Nest mit Katzenbabies findet, handelt bitte überlegt. Wenn die Katzenmama nicht da ist, sucht sie vielleicht gerade Futter oder ein anderes sicheres Plätzchen für Ihre Babies. Bitte wartet ab, bevor ihr die Kitten aus dem Nest nehmt. Es kann eine ganze Weile dauern, bis die Mutti zurück kommt. Das halten die Kleinen gut aus. Parallel könnt ihr schon einen örtlichen Tierschutzverein oder Tierarzt informieren und um Rat bitten. Wenn Hunde oder Raubvögel in der Nähe sind, muss das Nest natürlich gesichert werden.
Wie geht es nun weiter?
Über ein Näpfchen mit Futter, etwas abseits vom Nest, freut sich die Mutterkatze bestimmt, wenn sie zurückkommt. Sind die Kleinen jedoch nach drei bis vier Stunden immer noch alleine, schreien durchweg laut und die Mutti ist nicht in der Nähe zu sehen, dann werdet aktiv und sucht unbedingt spätestens jetzt Hilfe beim örtlichen Tierarzt oder einem Tierschutzverein.
Die Aufzucht von Katzenkindern ist eine sehr herausfordernde Aufgabe und gehört in erfahrene Hände. Es kann viel schief gehen, wenn man unbedacht handelt.

Sofortmaßnahmen
Sind die Babies nass oder unterkühlt, oder schwach, ist es am besten, sie zuerst am eigenen Körper aufzuwärmen und mit sanftem Streicheln den Kreislauf in Schwung zu bringen. Das ist ebenfalls vor der Fütterungen sehr wichtig. Erst danach sind die Kleinen in der Lage ein Fläschchen mit lauwarmer Katzenaufzuchtmilch (keine normale Milch, ö.ä.!) zu vertragen. Sollte ein Abtransport der Babies nötig werden, eignet sich dazu am Besten ein nicht zu großer Pappkarton, der mit Handtüchern ausgelegt ist. Bitte keine großmaschigen Sachen, wie Strickpullover oder Schals verwenden, da die Gefahr einer Strangulation besteht.
